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Sprachunterricht
"Der 11. September"
macht das Rennen "Der 11. September"
ist das Wort des Jahres 2001. Das gab die Gesellschaft für deutsche
Sprache in Wiesbaden bekannt. "Der 11. September" stehe wie
kaum ein anderer Ausdruck für die Terrorakte in den USA. "Nach
dem 11. September ist nichts mehr wie es war" - dieser Satz sei
in diesem Jahr immer wieder zu hören gewesen. Auch die nächsten drei
prägenden Wörter des Jahres beziehen sich auf die schrecklichen Ereignisse
in den USA: "Anti-Terror-Krieg", "Milzbrandattacke"
und "Schläfer". Kriegsbegriff schnell Alltag geworden Nach Ansicht der Sprachgesellschaft
war erstaunlich, wie schnell der Ausdruck "Krieg" zur Gewohnheit
geworden sei. Deshalb landete der Begriff "Anti-Terror-Krieg"
auf Platz zwei. Als weitere Facette des Terrors seien den Anschlägen
"Milzbrandattacken" gefolgt. Das Wort "Schläfer"
für einen Geheimagenten in Wartestellung sei zwar nicht neu, doch sei
es für auf einen Einsatz wartende Terroristen erst dieses Jahr ins Bewusstsein
der Bevölkerung gelangt. Andere Begriffe hatten keine Chance Gegen die Wörter, die im Zusammenhang
mit den Terroranschlägen auf die USA stehen, hatten andere Begriffe
keine Chance. Abgeschlagen landeten auf den weiteren Rängen "Stammzellenimport"
und "Schlafmünzen", wobei die obersten Sprachhüter letztere
als gelungene Wortschöpfung für D-Mark-Restbestände in deutschen Haushalten
lobten. Noch weiter hinten rangieren Begriffe wie "Homo-Ehe",
"Agrarwende", "Luderliga" und "Riester-Rente". Wowereit prägte den Satz des Jahres Auch ein Verb schaffte es in die Wörterhitliste 2001: "Simsen". Das Wort für das Verschicken von Kurzmitteilungen per Handy sei eines der seltenen Beispiele für für eine "Ableitung aus einem Kurzwort (SMS), zur besseren Sprechbarkeit mit eingeschobenem Vokal". Als "Satz des Jahres" kürte die Sprachgesellschaft "Und das ist (auch) gut so!" des SPD-Politikers Wowereit. Über den direkten Bezug hinaus sei dieser Satz innerhalb kürzester Zeit zum geflügelten Wort geworden. Das erste "Wort des Jahres" kürte die Gesellschaft für deutsche Sprache 1971. Dann folgte eine mehrjährige Pause. Seit 1977 gibt es jedes Jahr die Wahl des bekanntesten, neu in den Sprachgebrauch eingegangenen Wortes.
2001: Der 11. September
2000: Schwarzgeldaffäre
1999: Millennium
1998: Rot-Grün
1997: Reformstau
1996: Sparpaket
1995: Multimedia
1994: Superwahljahr
1993: Sozialabbau
1992: Politikverdrossenheit
1991: Besserwessi
1990: Die neuen Bundesländer
1989: Reisefreiheit
1988: Gesundheitsreform
1987: Aids, Kondom
1986: Tschernobyl
1985: Glykol
1984: Umweltauto
1983: Heißer Herbst
1982: Ellenbogengesellschaft
1981: Nulllösung
1980: Rasterfahndung
1979: Holocaust
1978: Konspirative Wohnung
1977: Szene
1971: aufmüpfig
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